29. September 2020
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Auf dem Weg zur Lösung – etwas Gutes in diesen Tagen

  1. Allgemeines
  2. Die Lösung liegt nahe
  3. Einfach anfangen – können Sie selbst

1. Allgemeines

Wer nicht aktiv wird, kann nichts verändern. Er kann nur passiv abwarten, ob ein Wunder eintritt oder andere aktiv werden. Dies gilt im Großen wie Kleinen. In der Politik ist der Bürger vom Wohlwollen der Gestalter abhängig, solange er nicht selbst gestaltet.

Im Kleinen geht es um das eigentlich Große: Uns selbst.

Hier gilt auch, Wunder oder Aktivität.

Doch die Aktivität setzt voraus, dass der Wunsch zur Lösung größer ist als das Problem.

Häufig wird ein Problem in die Außenwelt projiziert, dann scheint die Lösung von anderen abhängig zu sein.

Suchen wir eine Lösung, finden wir viele Ratschläge. Der vermeintliche Ratgeber schlägt das vor, was ihm selbst helfen würde oder was er sich für Sie vorstellen könnte.

Doch ist beispielsweise für den einen arbeitslosen Versicherungsmathematiker die Rückkehr in den Job die richtige Lösung, ist es für den anderen vielleicht der Berufswechsel zum Yoga-Lehrer.

Meist gibt es keine pauschale, sondern nur die persönliche individuelle Lösung des Betroffenen.

Doch wie finde ich meine Lösung?

2. Die Lösung liegt nahe

Die lösungsfokussierte Beratung schaut sich das Problem an und fokussiert sich auf die Lösung.

Durch gezieltes Fragen wird der Unterschied zwischen Problem und Lösung herausgestellt und daraus der persönliche Weg gefunden. Wobei dem Problem kaum Ernergie und Zeit gewidmet wird.

  • Wie sieht es aus, wenn das Problem gelöst ist, wie erkennen es andere.
  • Dann: Wie war in der Vergangenheit der Weg dorthin, zur Lösung, wie könnte er in der Zukunft sein.
  • Der Klient wird zum Nachdenken und Forschen in seiner Gedankenwelt animiert, wobei nur seine Welt, seine Methoden und Möglichkeiten zugrunde liegen. Er findet seinen Weg, denn für jeden sind der Weg und die Lösung unterschiedlich.

Der lösungsfokussierte Berater gibt keinerlei Ratschläge, sondern führt den Klienten auf dessen persönlichen Weg zur Lösung.

Wenn eine Lösung gefunden wurde, ist es unerheblich, ob das Problem noch existiert, da es dann keine Rolle mehr spielt – sonst wurde die Lösung noch nicht gefunden.

Die lösungsfokussierte Beratung (auch lösungsorientierte Beratung, im englischen SFBT, solution focused brief therapie, also eine Kurzzeittherapie) wurde maßgeblich von dem amerikanischen Psychologen und Psychotherapeuten Steve de Shazer und seiner Ehefrau Insoo Kim Berg entwickelt und weiterentwickelt.

Ursprünglich als systemische Therapiemethode entwickelt, um langwierige Psychotherapie, in der das Problem thematisiert wird, kürzer und effektiver zu gestalten, wird die lösungsfokussierte Beratung heute erfolgreich in der psychologischen Beratung, Pädagogik, im Coaching, im Management und für Konfliktlösung (Mediation) eingesetzt.

3. Einfach anfangen – können Sie selbst

Sie möchten ein eigenes Problem lösen?

Zum Beispiel sind Sie unzufrieden im Job, haben Streit mit einem Verwandten, sind zu ungeduldig beim Autofahren, haben zu wenig Zeit, usw.,

Dann können Sie für sich selbst als Ihr lösungsfokussierter Berater beginnen.

Es geht um

  • das Erkennen der Lösung
  • und den Weg dorthin.

Fragen Sie sich folgendes und denken Sie genau über die Fragen nach:

  • Woran würde mein Partner/Nachbar/Kollege morgen erkennen, wenn das Problem etwas geringer, also die „Situation“ etwas besser geworden ist?
  • Was ist geschehen, damit es besser geworden ist?
  • Wann war es besser?
  • Was war anders?
  • Wie habe ich es damals geschafft, dass es besser wurde?

Es ist unerheblich, wer die Frage stellt. Es kommt auf Ihre Antworten an.

Die Hauptsache ist, Sie können dem Fragenden Ihre Antworten anvertrauen. Und wem vertrauen Sie Ihre persönlichen Gedanken eher an als sich selbst?

G/QUAST, 17.05.2020


Für das Beitragsbild: Vielen Dank an den Fotografen/die Fotografin.